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  • Liebesbrief

    Als ich heute morgen aufgewacht bin, habe ich meinen Laptop hoch gefahren, mein Internet angemacht und sah spontan, als ich meine Emails abgerufen habe, dass ich unter anderem eine neue Email von meiner Freundin bekommen habe. Geschrieben von ihr gestern Abend, als ich schon geschlafen habe, aber da sie ja sechs Stunden zurück in der Zeitzone von Kanada sitzt, habe ich sie erst heute morgen gelesen.

    Enthalten in dieser Email war ein Brief. Ein echter Brief, auf Papier geschrieben mit ihrer eigenen Handschrift und eingescannt, weil er auf dem Postweg mich nicht mehr vor meinem Urlaub erreicht hätte. Was in diesem Brief stand, hat mich schon irgendwie bewegt. Naja fast jedenfalls. Ich mache zwar auch solche Spielereien für sie, aber behalte mein Herz trotzdem noch nach wie vor für mich.

    Sie schrieb mir, dass sie mich liebe. Und dass sie mich vermissen würde. Was sie alles an mich schätzen würde. Und wie wichtig ich ihr doch sei. Sie beschreibt unsere bisherigen Aktivitäten, wie schwerelos sie sich fühlt, wenn wir tanzen, wie sehr sie unsere gemeinsamen Essen und Spaziergänge genossen hat. Und wohl sie sich in unseren gemeinsamen Nächten gefühlt hat. Was alles in allem ja auch irgendwie süß war. Ne ganze DIN A4 Seite hat sie mir da geschrieben, gemalt von fünf Herzchen und beendet mit "In Liebe, ihr Name".

    In meinem Geldbeutel habe ich ein Münzfach. Neben den diversen Euromünzen die darin herum klimpern habe ich mir über die Zeit drei Talismane angesammelt, wenn man so will. Der Erste, der war ein Geschenk der Oma meiner ersten Freundin zu Weihnachten. Eine sehr herzliche Frau war das, ihre Oma. Und da sie, genauso wie meine erste Freundin, eine Schweizerin war (und ist), schenkte sie mir ein kleines, schweizer Taschenmesser. Trage ich seitdem immer bei mir und findet auch rege Nutzung. Der Zweite Gegenstand ist ein kleine Pin, so ein Anstecker, den man von Fußballklubs kaufen kann. In diesem Fall ist es ein Anstecker der Fußballmannschaft von Sankt Petersburg, den ich von dem Mädchen geschenkt bekommen habe, welches ich auf meiner Europatour letztes Jahr in Barcelona geschenkt bekommen habe. Sie war glaube irgendwas um die 16 Jahre alt. Wir zogen die halbe Nacht, zusammen mit ihrer Freundin und äußerst gebrochenem Englisch durch die Stadt und sahen uns sogar ein paar Wochen später noch in meiner City wieder, als sie auf dem Rückflug an meinem örtlichen Flughafen ein paar Stunden aufenthalt hatte und ich ihr in dieser Zeit meine City zeigen durfte.

    Der dritte - und mit Abstand wichtigste - Gegenstand ist ein Ring. Den ich in der westirischen Stadt Galway mal für meine damalige Freundin kaufte, für die ich aus meinem Leben in Irland auch nach Deutschland zurück kam. Aber nicht irgendein Ring, sondern eben jener besondere Galwayring. Dabei handelt es sich um einen silbernen Ring aus mehrern Teilen: In der Mitte befindet sich ein Herz in dessen mitte sich wiederum ein kleiner Diamant befindet. Naja, ist wohl eher ein Glas oder Strassstein, als ein echter Diamant, aber es sieht zumindest so aus. Dieses silberen Herz, mit Pseudodiamant, wird gehalten von zwei Händen, die rechts und links aus dem Kreis des Ringes heraus wachsen. Und zu alle dem sitzt auf dem Herz noch eine Krone. Zusammen symbolisiert dieser Ring, die Liebe, welche von Freundschaft gehalten wird und unter dem Zeichen der Treue und Loyalität wie zu einem König steht. Liebe, Freundschaft, Treue...

    Seit meine Ex-Freundin damals mit mir Schluss gemacht hat, trage ich diesen Ring immer bei mir. Lasse ihn allerhöchstens, so wie jetzt, wenn ich in den Urlaub fahre, zu Hause, um ihn nicht zu verlieren. Denn dieser Ring hällt seit der Trennung von meiner Ex-Freundin nicht nur ein Herz mit einem pseudo Diamanten darin fest, sondern darüber hinaus auch mein Herz. Ironischerweise ist es mir nicht gänzlich gelungen mich vor solcherlei Herzschmerz zu bewahren, wie der Fall mit meiner Ex-Trulla zeigt, in die ich mich versehentlich verliebt hatte, obwohl ich den Ring sicher verwahrt hatte. Aber dafür hat mir meine Ex-Trulla aufs Neue und nur umso stärker gezeigt, dass man sich auf niemanden verlassen sollte, außer auf sich selbst. Denn wirklich treu gewesen und treu bleiben war und werde ich mir schon immer selbst bleiben.

    Nun habe ich gerade eben den Film "Der Schlussmacher" gesehen. Alles in allem ein sehr schöner Film, wenn vielleicht auch mit ein bisschen viel Schleichwerbung für Mercedes Benz... Kernessenz des Films: Liebe ist nichts für Feiglinge. Ich bin kein Feigling! Aber mache ich es wirklich anders als diese Agentur, in der der Hauptdarsteller arbeitete? Ich mache zwar nicht Hauptberuflich für andere Leute Schluss, aber ich weigere mich ebenso wie der Hauptdarsteller konsequent mich in meiner Freundin wirklich zu verlieben und mich auf sie einzulassen. Selbst jetzt, wo sie mir einen so süßen und herzlichen Brief geschrieben hat, in der sie zum Ausdruck gebracht hat, dass ich ihr echt ziemlich wichtig geworden bin und einen hohen Wert in ihrem Leben darstelle.

    Aber welchen Wert hat sie in meinem Leben? Ich schlief während unserer Beziehungszeit schon mit zwei anderen Frauen. More to come? Ha, eigentlich lächerlich. Eigentlich ziemlich mies. Und dennoch erwarte ich von ihr wie selbstverständlich, dass sie mit mir ins Ausland kommen sollte, wenn ich die Stelle in Schottland bekommen werde. Ohne dabei sicher zu sein, dass ich ihr treu zu sein gedenke.

  • Richtig krasser Kompost

    Meine Tanzaffäre entwickelt sich immer seltsamer. Darf ich das Wort "komisch" benutzen? Ich nutze es! Es ist komisch von seiner Tanzaffäre eingeladen wird. Nicht nur, dass wir uns treffen um nicht zu tanzen, sondern Sex zu haben. Sex zwischendurch. Sex einfach mal so. Sex einfach mal vor meiner Arbeitsschicht. Sondern, was fast noch komischer war als eine Verabredung zum Sex: Eine Verabredung zum Sex bei ihr zu Hause.

    In einem kleinen Häusschen, dass ne geschlagene halbe Stunde mit dem Fahrrad von meiner Wohnung entfernt liegt. In einer netten Wohnsiedlung. In der sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern wohnt. Und schon auf dem Weg ist mir so in den Kopf gekommen: Wenn ich bei ihr bin... Wo werden wir eigentlich den Sex haben?

    Zu abartig erschien es mir dann letztlich bei ihr angekommen doch mit ihr Sex in dem Bett zu haben, in dem sie mit ihrem Mann schläft. Klar, soll sowas wohl auch schon vorgekommen sein. Aber sowas geht (im Moment zumindest :D!) selbst über meine hundsmiserablen Wertevorstellungen heraus. Also hatten wir Sex bei ihr auf der Coach auf der sie vermutlich sonst mit ihren Kindern spielt / liegt / sitzt im Wohnzimmer. Umgeben, wie das in einem Familienhaus so ist, von persönlichen Dingen, Briefen auf dem Küchentisch, Bildern von der Familie an der Wand, persönlichen Dingen rundherum.

    Herje war das schräg. Der Sex war zwar immernoch nen Stück besser, aber ich habe schon schwer an mich halten müssen. Und es dabei offenbar besser hinbekommen die Skurilität der Situation weg zu ficken, als meine Affäre, die vorher und nachher das ums andere Mal nicht verhindern konnte... Ja: Zu kichern und den Kopf zu schütteln. Eben wegen genau dem, was wir da taten. Sex in ihren eigenen vier Wänden, in denen sie schon seit Monaten keinen Sex mehr hatte.

    Dazu kam ein Nebenschauplatz, der auf der einen Seite irgendwie eklig war, aber auf der anderen Seite nicht anders zu erwarten: Als ich sie da so am Fingern war und meinen Finger tiefer in ihr hatte, da fühlte sich das in ihr schon deutlich anders an, als bei den Frauen, bei denen ich bislang den Finger in ihrer Vagina hatte. Aufgrund der Tatsache, dass sie ja auch schon zwei Kinder durch selbige Vagina hinaus befördert hatte wohl auch nicht mehr verwunderlich, dass diese innerlich ein wenig umgestalltet wurde. Auch wenn man ihr äußerlich wirklich so gar nichts ansieht... Krass: Ich hab's jetzt nicht sooo genau ertastet, aber es fühlte sich geradewegs so an, als ob ihr Muttermund kaputt sei! *buuuääh*

    Frage an mich selbst: Ist das beim Muttermund wie mit dem Jungfernhäutchen? Geht der kaputt, wenn sich das erste Kind da durch quetscht? Und möchte ich mir diese Frage vorstellen?

    Das war alles am Montag. Am selben Abend diesen Montags hatte ich ein Skypedate mit meiner Freundin die aktuell im Ausland rum geistert und wir uns erst wieder Anfang Juni sehen, was dem Ganzen an Skurilität die Krone aufsetzt. Habe ich ihr doch zum Ende unseres Skypegesprächs gesagt, dass ich sie liebe. Was ich natürlich auch irgendwie tue. Ist mir ja sehr wohl bewusst, dass ich mit meiner Affäre niemals eine Beziehung werde führen können. Will ich auch gar nicht. Meine Freundin ist schon toll für die Beziehung. Und im Bett wird sie ja auch zunehmend besser. Nur ist es wohl die Sache die, dass mir aktuell eine Frau in meinem Sexualleben einfach zu wenig ist.

    Es ist und bleibt ziemlich kranker Scheiß den ich da betreibe. Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass meiner Freundin eine einzige gar nicht mal so unwichtige Sache fehlt: Die Art mich zu begeistern. Habe ich doch erst vor ein paar Tagen zufällig ein Foto von einer meinen Ex-Tanzaffären zu Augen bekommen, mit der vergangenen Sommer was laufen hatte. Ne, nicht die Ex-Trulla. Sondern eine davor. Eine, mit der ich nun tatsächlich noch eine mehr oder weniger intensive Freundschaft pflege und die mir auch nach wie vor eine gute Freundin in Sachen Rat ist. Nur ist sie aktuell in Südafrika und studiert dort nen Semester lang, dass aber auch nich mehr so lang sein dürfte. Jedenfalls: Die hat mich begeistert und begeistert mich auch nach wie vor. Mit ihrem Aussehen und auch teils auch mit ihrer Art. Sie hat gewissermaßen etwas Unnahbares an sich. Und ist auch Stück weit schöner, als meine Freundin, weil die Ex-Tanzaffäre mehr Püppchen ist. Meine Freundin hat zwar auch nen tollen Körper, macht aber nix drauß und hat halt leider nicht so ein schönes Gesicht, kann dafür aber mehr anpacken.

    Maaaaaann hat's net leicht...

  • Koooomische Leute

    Verrückte Menschen gibt es da draußen... Schrieb mich vor ein paar Tagen in meiner Tanzpartnerbörse ein Mädel an, dass mit mir tanzen gehen möchte. Leider liegt sie, ihren Angaben nach, weit unter meinem Tanzniveau und um die Ecke wohnt sie auch nicht gerade.

    Da ich nun die letzten Tage etwas zurückhaltend bis speerlich geantwort habe, sehe ich heute eine Nachricht von ihr, wo sie mir ihren Namen samt Handynummer rein knallt. Da war ich mir irgendwie selbst unsicher wie man solch ein Verhalten nun nennen mag: Mutig? Selbstbewusst? Verzweifelt? Oder dumm?

    Naja, hab sie jetzt mal um ein Foto gebeten und sie darauf verwießen, dass ich die nächsten zwei Wochen im Urlaub bin. Mal schaun, was passiert. Anfangen hat's auf jeden Fall (ganz zu beginn) schonmal so komisch mit der ersten Nachricht von ihr in der einfach nur ein "hi" stand. Nicht mehr und nicht weniger als "hi" in einer Nachricht zu schreiben zu jemanden, den man nicht kennt, ist schon bemerkenswert.

  • Die neue Tanzaffäre

    Und da lag sie danach nackt in meinen Armen, mit ihrem Gesicht seitlich auf meiner Brust, schaut gegen die Wand, an der mein Bett steht, und meint zu mir:

    "Wenn du wüsstest, wie lang ich schon keinen Sex mehr hatte..."

    Daraufhin frage ich sie locker, wie lange dass denn gewesen sein kann, wohlwissend, dass sie ja eigentlich schon mit ihrem Mann etwa 10 Jahre verheiratet ist. Da hat man doch noch dauernd Sex oder? Gerade in ihrem Alter von Mitte 30. Ihre Antwort:

    "Kann ich dir sogar ziemlich genau sagen: Das war am 30. Oktober 2012. Kurz nach meinem Geburtstag..."

    Und in dem Moment war es gut, dass sie nicht mich, sondern gegen die Wand schaute, weil ich glaube, dass selbst durch meine Bemühungen es zu verbergen, mir meine Fassung aus dem Gesicht gefallen ist. Ich mein: Sie ist eine wunderschöne Frau. Wüsste ich nicht, dass sie Mitte 30 ist, ich würde sie auf 26 mit Schlafmangel schätzen.

    Wohlgeformte, feste Brüste, Ende B Anfang C. Und das obwohl sie schon zwei Kinder bekommen hat. Wenn sie von diesen spricht, spricht sie auch immer von "ihren Kindern". Nicht von den Kindern von ihr und ihrem Mann. Wenn sie von ihrem Mann spricht, nennt sie ihn bei seinem Vornamen. Und wenn ich sie beim Tanzen sehe, die beiden, wo ich sie auch kennen gelernt habe, dann stand er das letzte Mal in den Tanzpausen sogar ein paar Meter von ihr entfernt.

    Man mag meinen, es sei nicht okay, dass ich eine Affäre eingehe mit einer verheirateten Frau, die sogar darüber hinaus auch noch zwei Kinder hat. Dabei mal außer acht gelassen, dass ich selbst eigentlich eine Freundin habe. Aber ich finde - und dafür schätzt mich meine Tanzaffäre auch so - dass jeder in seinem Leben das Glück verdient hat, wonach er oder sie sich sehnt. Und nicht nur das, was die Gesellschaft für einen vorgesehen hat. Also wenn du eben verheiratet bist und diese Ehe auch beibehalten willst, des Familienlebens willen, aber dich nach körperlicher Nähe sehnst und guten Sex vermisst, dann glaube ich, solltest du dir das nehmen.

    Und genau das hat sie nun eben auch getan. Anfangs lud sie mich mit ihren körperlichen Gesten auf der Tanzfläche dazu ein, mutiger zu werden. Darauf folgte mein Angebot, dass sie doch noch mit zu mir kommen könnte, wo sie beim ersten Mal einen Rückzieher gemacht hat und nach einem längeren Gespräch mit Annäherung meinerseits, wieder ging. Im Nachhinein erzählte sie mir dann, dass sie danach eine Woche lang geärgert hätte, nicht mit mir geschlafen zu haben.

    Gestern dann, waren wir auch wieder tanzen. An der üblichen und einzigen Tanzlocation, wo man an einem Freitagabend in meiner City tanzen gehen kann. War wunderschön. Danach sind wir dann noch an den örtlichen Fluss gefahren, mit unseren Fahrrädern - denn sie fährt auch gerne Fahrrad so wie ich - und haben uns zwischen zwei, drei kleine Bäumchen ans Flussufer gelegt, unter eine kaputte Laterne und eine Weile geredet. Von Beginn an, hab ich sie in meinen Arm genommen, hat allerdings eine Weile gedauert, bis sie sich auch wirklich in meinen Arm legte. Man hast schon gemerkt, dass sie vielleicht ein wenig aus der Übung in solchen Sachen war. Klar auch... Wenn man verheiratet ist, lernt man ja nicht gerade, wie man kuschelt und zärtlich mit anderen, neuen Menschen umgeht. Wobei sie im Bett wiederum echt gezeigt hat, dass sie so einiges an Erfahrung hat. Wow!

    Jedenfalls, wie wir da so in der Nacht auf die Skyline unserer Stadt schauten, haben wir uns irgendwann angefangen zu küssen. War nicht ganz so überwältigend, wie mit meiner Ex-Trulla, aber schon ziemlich gut. Sie, also meine neue Tanzaffäre, küsst ein weniger dezenter und zurückhaltender. Aber immernoch besser, als von ihr aufgefressen zu werden, wie von meiner eigentlichen Freundin anfangs. Als es dann irgendwann so gegen halb zwölf uns - oder besser ihr - zu kalt wurde, sind wir schließlich zu mir gefahren.

    Unterwegs haben wir uns noch auf nem etwa halbstündigen Weg zu mir schön unterhalten können. Hatten wir doch ein ganz ähnliches Fahrtempo bzw. hab ich mich ihr angepasst. Bei mir angekommen, Hände gewaschen, was getrunken, der überflüssigen Klamotten entledigt und im Bett wieder angefangen uns zu küssen. Ich hatte noch mein Hemd und meine Boxershorts an, sie noch ihr fantastisches, kurzes, unglaublich scharfes, schwarzes Kleid, mit halbdurchsichtigem Rücken und Trägern und lediglich einem Slip drunter. Als ich sie dann mal hinterher drauf ansprach, dass sie ja irgendwie gar keinen BH an hatte, meint sie zu lapidar zu mir, dass das nix aussehen würde bei dem halbdurchsichtigen Rücken und es ein intelligentes Kleid (mit eingebauter Halterung! :D) sei. Ach was hab ich's vermisst... Frauen die sich Gedanken über ihr Aussehen und Kleidungsstil machen. Ist ja bei meiner eigentlichen Freundin so gar nicht der Fall.

    Der Sex dann selbst war... Man könnte wohl sagen: Wild. Nicht ganz so lang, wie ich das gerne gehabt hätte, weil sie mich nicht gelassen hat. Sie war scheinbar so ungeduldig, ausgezehrt und scharf drauf mal wieder durch nen Kerl zu nem Orgasmus zu kommen, dass sie wie ne Irre auf mir rum geritten bzw. auch beim Stellungswechsel, wo ich nach oben ging, sich permanent mit ihrer Hüfte mitbewegt hat, dass ich das gar nicht mal sooo lange aushielt. Interessanterweise kam sie dann auch tatsächlich. Was mir schon fast ein bisschen zu einfach schien, weil ich es bisher eher nicht so gewohnt bin, dass Frauen so leicht und schnell zum Orgasmus zu bringen sind. War ja auch vordergründig beim Sex gar nicht das Ziel, sie zum Höhepunkt zu bringen, sondern wollte ich schon vorher, beim Lecken. Was sie wiederum nicht wollte, da sie durch den Sex kommen wollte. Und als sie dann gekommen ist... Ich glaube nicht, dass sie mir das vorgespielt hat. Einmal hat es sich echt angefühlt und zum Anderen, viel wichtigeren Punkt, hat sie ja eigentlich gar nix davon, wenn sie mir nen Orgasmus vorspielt.

    Das Ganze ging dann etwa so ne Stunde. Gegen halb zwei etwa, meinte sie auf entspannte Art und Weise zu mir, dass sie nun besser mal sich auf den Weg nach Hause machen würde, ist aufgestanden, hat sich angezogen, gab mir noch zwei Küsse und ich hab sie an der Tür in die Nacht verabschiedet. Ein schöner, aber auch irgendwie skurieler, Nachgeschmack bleibt: Heute um 10 Uhr musste sie ihre Familie fertig gemacht haben und macht nun heute nen Familienausflug. Eine seltsame Sache habe ich da angefangen. Nicht, dass ich es in irgendeiner Form bereuen würde. Ich stehe zu dem, was ich entscheide und tue. Nur ist es wohl einfach ungewohnt in diesen Ausmaßen zu handeln.

    Ich denke, ich raste derzeit so dermaßen aus in meinem Leben, weil ich mich schon mit einem Bein in Schottland sehe und damit mein Leben hier in Deutschland, zumindest für eine längere Zeit, sowieso hinter mir lassen werde. Ich glaube nicht, dass meine Freundin mitkommen wird. Oder vielmehr glaube ich nicht, dass das so eine gute Idee wäre. Ich habe sie nun schon zwei Mal innerhalb unserer Beziehung betrogen mit anderen Frauen. Und so sehr das für mich legitim ist, dürfte es das für sie nicht sein.

    Gegen Ende, als meine Tanzaffäre sich gerade wieder am anziehen war, meinte ich noch so zu ihr, dass ich nur noch ein Kondom in meiner Kondombox hätte. Daraufhin sagte sie etwas zu mir, dass einem im Ansatz zweifelnden Gewissen, sofortige Klarheit verschaffte:

    "Kein Problem. Zur Not hätte ich auch noch welche in meinem Rucksack gehabt. Die sind noch von letztem Oktober..."

    Wir wollen uns wohl wieder treffen. Denn abgesehen vom tänzerischen, wo wir echt gut zusammen tanzen, können wir über das wie und was wir um Bett voneinander wollen gut reden denke ich. Erinnert schon fast ein wenig an die Geschichte mit meiner Ex-Trulla... Nur hoffentlich wird die Geschichte jetzt besser ausgehen. We will see...

  • Das Leben ist ein Abendteuer

    Und da brodelt es in mir: Das Feuer des Verbotenen und der puren Lebenslust. Nicht nur, dass ich heute von meinem Manager erzählt bekommen habe, dass ich extrem wahrscheinlich meine neue Stelle in Schottland schon sehr bald antreten werde, sondern dann auch heute Abend auch noch das...

    ...

    Sie: Stimmt woh, überzeugt bist du von dir echt.
    Ich: Joa, so sehr dass ich dich neulich auch fast von mir überzeugen konnte.
    Sie: Soll ich das kommentieren?
    Ich tus!
    Nachdem ich mich fast eine Woche über mich selbst geärgert habe, hab ich beschlossen, vielleicht steht das Angebot ja noch.
    Ich: Das tut es wohl.
    Sie: Also war die Überzeugungskraft echt gut.

    ...

    Vorhin im Fratzenbuch so geführt, diese Unterhaltung, mit einer meiner Tanzpartnerinnen. Und zwar der, die verheiratet ist, die zwei Kinder hat, mit der ich nun schon drei, vier Mal tanzen war und die neulich nacht, nachm tanzen, bei mir schon im Bett in meinen Armen lag. Die, die in ihrer Ehe eigentlich gar nicht so richtig glücklich ist und der es extrem stark nach eine Abendteuer dürstet. Soll sie bekommen. Ich mein: Dafür, dass sie zwei Kinder bekommen hat und irgendwas Mitte 30 ist, sieht sie noch ziemlich gut aus. Meine Freundin ist derzeit ohnehin in Kanada...

    Lustig eigentlich, wenn ich mich an meinen letzte Eintrag erinnere, wo ich davon erzählt habe, wie treu ich doch meiner Freundin nun sein werde, wo ich vergangenen Freitag bei meiner Arbeitskollegin nicht landen konnte. Aber, wie es im Leben ja so oft ist: Wo sich eine Tür schließt, tun sich zwei neue auf. Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, um diese Chancen nicht zu verpassen.

    Und das schreibe ich, obwohl ich gerade heute Abend wieder ein Skype-Date mit meiner Freundin hatte. Schon irgendwie nicht in Ordnung, wenn man das mal objektiv betrachten zu versucht. Aber irgendwie, fühl ich mich gut dabei. Ich scheine mir derzeit eine enorme Selbstbestätigung daraus zu ziehen, wie viele Frauen ich aufreiße und / oder gleichzeitig halten kann. Es ist wie eine Droge, wie schon öfters erwähnt. Hat man einmal damit angefangen und den Dreh raus... Dann will man diesen Flash immer wieder erfahren. Dass ich wiederum so selbst vermutlich nicht all zu bald zu einer intakten, glücklichen Beziehung und Kindern und so kommen werde, ist wohl offenkundig.

    Naja, am Freitagabend geh ich wieder mit besagter Lady tanzen, die danach vermutlich noch mit zu mir kommen wird, wenn ich sie mal richtig einschätze. Aber selbst wenn nicht... Früher oder später wird sie mir wohl nicht mehr wiederstehen können und ich wohl ebenso wenig ihr, da ich derzeit echt auf ältere Frauen stehe. Sie mag vielleicht 10 Jahre älter sein als ich. Aber sie weiß damit einfach umso mehr, was sie will. Und nicht so wie meine aktuelle Freundin, die zwar auch zunehmend besser im Bett wird, aber der einfach eine gewisse aktive Ader fehlt, weil sie schlichtweg mit ihrem eigenen Körper noch nicht richtig umzugehen weiß.

  • Du wirst geliebt

    Vor ein paar Tagen nun, am Abend des ersten Mai, bin ich mit meiner Freundin, der Fußballerin, noch einmal spazieren gewesen. Wir waren bei ihren Eltern. Hatten einen schönen Tag zusammen, an dem sie unter anderem für ihren Monat in Kanada gepackt hat. Am zweiten Mai ist sie morgens los geflogen vom örtlichen Flughafen. Davor allerdings hatten wir, wie gesagt, den ersten Mai zusammen.

    Nach dem wir erstmal schön ausgeschlafen haben, weil wir am 30. April auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin waren, packte sie eben ihren Koffer und danach sind wir noch in ihrem Städtchen eine Runde spazieren gewesen, haben zusammen Eis gegessen in ihrer örtlichen Eisdiele und einfach den Tag in ganzen Zügen genossen. Am Abend dann zu ihren Eltern, wo wir wieder schön gegessen hatten, uns bei der örtlichen Eisdiele uns nochmal eine Kugel Eis geholt hatten und schließlich durch den Ort in der Dämmerung in den Wald gingen und durch diesen am Feld entlang uns auf eine Reihe von Heuballen saßen.

    War genau genommen meine Idee. Die Heuballen waren an einem Feldweg entlang des Waldrandes mit Blick bergabwärts auf weite Felder, mit kleinen Bergen mit Wäldern darauf und in der Entfernung schließlich eine Stadt schimmern. Mit der Zeit wurde es zunehmend dunkler, aber sie saß da so vor mir, ich hinter ihr, sie an mich gekuschelt und wir unterhielten uns teils über Dinge, teils schauten wir uns einfach nur an und küssten uns. Ein schöner Abend.

    Über drei Monate sind wir nun mehr oder weniger zusammen. Mehr oder weniger, weil ich ihr in dieser Zeit keineswegs treu war. Es nun aber, glaube ich, werden möchte. Nachdem ich auch mit dem gestrigen Abend, wo ich mit meiner Arbeitskollegin im Kino war, anstatt Squash spielen weil es ihr nicht gut ging, und dabei fest stellen musste, dass es bei weitem nicht so einfach ist wie gedacht, Frauen rum zu bekommen. Bei diesem Gedanken fiel mir auch ein, dass ich bislang überwiegend, mit wenigen Ausnahmen, immer Studentinnen bzw. Akademikerinnen als Freundin / Liebschaft hatte. Aber ich schweife ab...

    Wir saßen wohl eine ganze Weile auf den Heuballen, bis es ihr irgendwann ein wenig zu kühl wurde und sie zu mir meinte, dass wir doch weiter gehen könnten. Bevor wir aber aufstanden, sagte ich noch das zu ihr, was ich ihr noch vor ihrem Urlaub in ihre Augen sagen wollte und was mich zugleich schon länger gestört hat. Obwohl wir eine recht innige Beziehung führen, seit wir uns kennen, sagten wir zum Ausdruck unserer Gefühle doch tatsächlich nur "ich hab dich lieb". Etwas schwach, fand ich, für eine Beziehung. Also schaute ich sie an und sagte zu ihr:

    "Du?"

    "Ja?"

    "Ich liebe dich."

    *lächel* "Ich liebe dich auch!"

    "Weißt du, wir sind jetzt schon drei Monate zusammen. Und mit der Zeit fand ich, dass unser "hab dich lieb" nicht mehr ausreicht..."

    "Machst du das von der Zeit abhängig?"

    "Nein, natürlich nicht. Ich meine damit, dass meine Gefühle für dich mit dieser Zeit so gewachsen sind, dass eben ein "hab dich lieb" für dich nicht mehr gerecht wird."

    Und irgendwie war es komisch und schön zugleich, das so zu ihr zu sagen. Denn ich wusste ja natürlich immer im Hinterkopf, dass ich unsere Beziehung auf einer meeeenge Lügen begründet hatte, die sie natürlich nicht im geringsten erahnen kann, in ihrer Naivität und ihrem blanken Vertrauen. Auf der anderen Seite, entwickelt sich unsere Beziehung so gut, dass es schon fast wieder schön sein könnte, was eben draus gewachsen ist.

    Neulich hab ich ja nen Spruch abgelassen bei ihren Eltern, für den hätte ich mir selbst nen Orden verleihen können. Fragen ihre Eltern mich so, wie wir uns kennen gelernt hätten. Daraufhin meine ich so...

    "Wir sind zusammen tanzen gegangen. An dem Abend hat sie mir von der Arbeit abgeholt und als ich so aus meinem Laden kam und sie sah, ging doch glatt mitten in der Nacht die Sonne nochmal auf für mich."

    Kaum hatte ich das ausgesprochen und meine Freundin, samt ihren Eltern, waren am zerfließen, dachte ich mir direkt:

    "Herje, wie kannst du nur so eine gequrilte Scheiße erzählen, ohne mit der Wimper zu zucken? Du wolltest doch einfach nur ein Mädel aufreißen und danach wieder fallen lassen, weil deine Ex-Trulla dich so verletzt hat. Und jetzt erzählst du ihr und ihren Eltern, dass sie die Größte für dich ist..."

    Schon ziemlich seltsam. Gestern hat mein Chef das Empfehlungsschreiben an den Recruiter in Schottland raus geschickt, in dessen Bereich ich mich auf eine Stelle beworben habe. Und mein Chef ist ziemlich guter Dinge, dass ich diese Stelle kriegen werde. Es ist eben nur noch nicht sicher, wann sie beginnen wird, wenn ich sie kriegen werde, da es ein neuer Laden sein wird, dessen Eröffnungstermin noch nicht fest steht.

    Heute Abend dann zum ersten Mal mit meiner Fußballerin/Freundin ein Skype-Date gehabt. Auch schon lange her, wo ich sowas das letzte Mal hatte... Das war wohl damals, als ich mit meiner zweiten Freundin zusammen war. Nur dass es da umgedreht war und ich derjenige war, der im Ausland saß und sie diejenige, welche aus der Heimat auf meinen Anruf wartete. Naja... So ist es nun eben. Knapp 4500 Kilometer entfernt ist sie nun.

    Ich weiß nicht so recht, wie es weiter gehen wird. Und das ist ein komisches Gefühl der Ungewissheit.

  • Moralisch verwerflich (hatten wir das nicht schonmal?)

    Morgen ists soweit. Morgen werde ich, meiner Hoffnung nach zumindest, meinem Sieg in der Klage gegen meiner Ex-Freundin ein Stück näher kommen. Auch wenn das ganze mittlerweile schwerste, skuriel Züge angenommen hat.

    Meine Freundin hat sich nun mittlerweile vor über ein einhalb Jahren von mir getrennt. Damals ging es mir so schlecht, dass ich diverse, verrückte Sachen unternommen habe. Größtenteils aus vollkommener, labilier Panik heraus. Unter anderem habe ich ihr auch eine große Summe, um genau zu sagen alles an Geld, was ich in meinem gesamten Leben je zusammen gespaarte hatte, was gar nicht mal so wenig war, überwiesen. Diese Geld hat sie in Folge dessen über die nächsten Monate ausgegeben.

    Ich allerdings wurde mir so etwa zwei Monate später klar darüber, dass ich das Geld von ihr vielleicht doch zurück verlangen sollte, weil es ihr nicht zustand. Also begann ich einen Rechtsstreit gegen sie. Tja, und dieser läuft nun eben schon seit damals vor sich hin. Gemütlich, wie das in Deutschland eben so ist mit den chronisch überlasteten Gerichten. Morgen sehe ich mich allerdings einem großen Meilenstein gegenüber... Ich habe meinen ersten von zwei Terminen bei einem Artzt welcher als Gutachter einen Bericht über mich schreiben wird / soll. Und zwar über mich, wie ich vor ein einhalb Jahren war, gehandelt und agiert habe.

    Ich bin gespannt, wie er das anstellen wird. Und noch gespannt bin ich darauf, ob er mich tatsächlich rückwirkend für diesen Zeitraum damals für unzurechnungsfähig erklären wird. Denn wenn er das tun wird, dürfte ich wohl mit diesem Gutachten als Beweis vor dem örtlichen Landesgericht den Prozess gegen meine Ex-Freundin gewinnen. Und sie damit in den vollkommenen Ruin treiben. Zumindest könnte ich das dann wohl, mit der Summe, die sie mir schuldet.

    Es wirkt surreal auf mich, eine solche Macht über das Leben eines anderen Menschen bekommen zu können. Ohne, dass sie auch nur irgendwas dagegen tun könnte. Naja... Genauso hatte sie damals die Macht über mich, welche sie auch nach eigenem Ermessen oft genug misbrauchte. Aber wie ich auch schon in vergangenen Einträgen geschrieben habe, werde ich sie wohl nicht fertig machen. Sollte ich vor Gericht Recht bekommen... Ich weiß nicht was dann passieren wird. Aber ich denke, ich werde, wie so oft, die Vernunft über die Emotion stecken, mich an ihr rächen zu können. Denn würde ich den Offenbarungseid von ihr fordern, wäre ich kein Stück besser, als sie damals zu mir war. Vielleicht bedeutet auch gerade das den wahren Sieg über sie: Ihr zu zeigen, dass ich könnte, aber nicht werde.

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    Mit meiner Bewerbung hinsichtlich meiner Arbeit in Schottland geht es voran. Morgen werde ich mir ein Empfehlungsschreiben meines Managers geben lassen, der für mich zuständig ist, der dieses wiederum an den zuständigen Recruiter in Schottland weiterleiten wird. Und dann... Kann alles ganz schnell gehen, kann aber alles auch noch so manche Woche dauern. Ich hoffe nur, dass es mit meinem Urlaub auf La Reunion da keine Problem geben wird.

    Auf meiner aktuellen Arbeitsstelle bin ich derzeit mit einer Kollegin ein bisschen am rumflirten. Auch wenn sie das vielleicht nicht so wahrnimmt, habe ich sprichwörtlich ein Auge auf sie geworfen. Weiß ich doch, dass sie kürzlich Single geworden ist. Und sie wiederum weiß nicht, dass ich eigentlich ne Freundin habe. Eine Freundin, die mich nicht so wirklich vom Hocker haut, sondern mehr so eine angenehme Weggefährtin ist. Mein Vater freut sich ja für mich, dass es mit meiner eigentlichen Freundin so gut läuft. Aber von anderen Frauen, kann ich ja trotzdem nicht die Finger lassen.

    Letztes Wochenende, da war ich ja beinahe so richtig böse. Am Samstagabend war ich mit einer anderen Partnerin tanzen, mit der ich schon eins, zwei Mal getanzt habe und die auch richtig gut tanzen kann. Die auch ne Menge Spaß mit mir hat. Und die mir an dem Abend nicht nur davon erzählt hat, dass es mit ihrem verheirateten Mann samt ihren beiden, gemeinsamen Kindern, nicht so gut läuft, sondern darüber hinaus sie sich mir auch echt angenähert hat. Womit ich so kleine, nahezu unmerkliche Zeichen meine, dass sie nach dem Tanzen auf der Tanzfläche meine Hand eben nicht mehr automatisch los gelassen hat. Sie hat sie einfach fest gehalten. So fest, dass ich selbst beim lockerlassen meiner Hand noch an ihrer hing.

    Ich mein: Sie ist so Anfang 30. Und wir hatten auch echt nen tollen Abend. Aber es war schon hart grenzwertig um nicht zu sagen eigentlich nicht vertretbar, dass ich sie, nachdem sie mich nach Hause gefahren hat, noch mit zu mir rein gebeten habe. Und sie hat tatsächlich angenommen. Wir haben uns ein wenig über meine bevorstehende Reise unterhalten. Noch ne Cola getrunken. Auf meinem Bett lag sie schon... Ich streichelte über ihr Bein, hielt ihre Hand und irgendwann lag sie dann auch mit ihrem Kopf auf meinem Schoß. Ein komisches Gefühl war es, als ich ihr durch die Haare und über die Wange streichelte. Für sie: Wohl zu komisch. Denn auch, wenn man gemerkt hat, dass sie das gar nicht sooo unschön fand, fand sie es wohl umso unmoralischer. Was dazu führte, dass sie schließlich auch, nach einer sehr herzlichen, langen Umarmung auch gegangen ist. Ohne das irgendwas passiert ist.

    Okay, denke ich mir... Es gibt noch andere Frauen da draußen. Und enttäuschen lasse ich mich nur einmal. Wenn man mal meine Ex-Trulla aus Ausnahme betrachte, weil die echt ne klasse Frau war. Also habe ich mich heute mit meiner einen, durchaus recht attraktiven, sehr sympatischen und lustigen Arbeitskollegin für kommenden Freitagabend zum Squash spielen verabredet. Werden wir uns also am lokalen SBahnhof treffen um dann gemeinsam zur örtlichen Squashhalle zu fahren und uns ne Stunde lang auszupowern. Ich freu mich schon tierisch drauf! Und umso mehr auf die Gelegenheit auch sie hinterher vielleicht noch abzuschleppen. Wow, wäre das nen Ding mit ihr noch bevor ich nach Schottland gehe, zu schlafen. Es wäre auf jeden Fall ein Trimuph meines Charmes, wenn ich ne Arbeitskollegin ins Bett kriegen würde. Sind ja auch diese meist recht zurückhaltend, um auf der Arbeit keinen Tratsch los zu treten.

    Gleichzeitig sind all diese Gedanken natürlich schwer verwerflich, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich plane, mit meiner aktuellen Freundin nach Schottland auszuwandern. Ham uns jetzt auch ne Woche nicht gesehen, werden uns wohl auch erst am Samstagabend wieder sehen und naja... Im Moment bröckelt mein Vertrauen in sie und in unsere Beziehung. Ich weigere mich zum Selbstschutz irgendwie davor, mich auf sie richtig einzulassen. Liebe zu zulassen. Im Moment ist es ja einfach nur eine gewisse Zuneigung, sozusagen Sympathie. Aber Liebe ist da nach der knapp drei monatigen Beziehung, die wir nun schon führen, irgendwie nicht. Weiß auch nicht so recht, wie das wird, wenn sie dann den Mai über nicht in den Landen sein wird...

    Irgendwie bin ich ja schon nen kaputter Kerl. Und irgendwie doch stolz darauf, was ich aus mir gemacht habe, weil ich eben ich bin. Ich bin stabil. Ich bin am Leben. Und ich erreiche so ziemlich alles, was ich will. Also warum Gedanken um sowas unwichtiges wie Moral machen?

  • Der Liebe wegen

    Nun habe ich mit "Beatiful Creatures" nach "Kiss the Coach" schon den zweiten tragischen Liebesromanzen Film gesehen, in dem das Ende einen wirklich mehr als bewegt. Geht es doch in beiden Filmen eine Liebe, die nicht sein darf, nicht sein wird und letztlich doch siegt. Sorry für den Spoiler an alle, die die Filme noch nicht gesehen haben. Während "Beatiful Creatures" allerdings mehr ein Twilight Abklatsch ist und viel vom amerikanischen Kitsch hat, ist Kiss the Coach doch schon fast meiner Lebenssituation entsprechend...

    In jedem Fall: Ich vermisse meine Freundin. Eigentlich wollten wir uns gestern Abend sehen, aber da sie leider von Mittwoch auf Donnerstag krank geworden ist und für Donnerstag und Freitag auch krank geschrieben wurde, ist das leider flach gefallen. Nun erholt sie sich und wir sehen uns wohl erst spätestens kommenden Sonntag. Sind wir doch kaum eine Woche getrennt voneinander... Und schon sehnen wir uns nacheinander. Telefonieren alle zwei, drei Tage miteinander...

    Währenddessen habe ich natürlich nach wie vor geplant sie mit einzuladen mit mir nach Schottland zu gehen, aber gerade jetzt, wo sie krank geworden ist, merke ich einmal mehr, dass sie es vermutlich nicht tun wird. Denn so genügsam und ausgeglichen sie auch wirkt, so stark kann sie auch in dem sein, was sie will. Und ich glaube, dass sie einen großen Stellenwert ihrer Unabhängigkeit beimisst. Zugleich baut sie sehr stark auf ihre Familie und Freunde. Eine solche starke, intakte und intensive Bindung zur eigenen Herkunftsfamilie und gleichermaßen auch zum Freundeskreis habe ich noch nicht erlebt. Das faszinieret mich irgendwie.

    Es zeigt mir aber auch, dass sie in ihrem Leben andere Notwendigkeiten und Prioriäten hegt, als ich. In meinem Leben geht es schon seit längerem eigentlich um nichts mehr und größer als darum weg zu kommen. Und ich tue das ja ganz bewusst um all dem in dem ich lebe zu entfliehen. Ein Leben zu suchen, zu haben und zu finden, das ich momentan nicht habe. Klar ist mein Leben nicht schlecht. Gerade jetzt auch mit einer so wundervollen Freundin. Aber es ist auch nicht gerade solch ein Leben, in dem ich alt werden möchte.

    Heute sind mein Essensvorräte für meine Reise nach La Reunion angekommen. Diese werde ich in nicht einmal einen Monat antreten und dabei 18 Tage lang über eine tropische Insel mit nichts weiter als meinem gewaltigen Rucksack unterwegs sein, der nicht weniger als 20kg wiegt. Ein viertel meine Körpergewichtes, dass gleichzeitig alles beinhaltet, was ich benötige, um meinen Körper zu versorgen, zu pflegen und am Leben zu erhalten. Nahezu kaum etwas von all den Sachen könnte ich noch weg lassen. So etwas wie eine selbstaufblasende Isomatte möchte ich mir einfach als Luxus gönnen. Und ein Foto für Bilder könnte ich unmöglich zu Hause lassen! Ich werde euch auf jeden Fall auch das ein oder andere Bild von meiner Reise hier posten. Vermutlich so, wie bei meinen letzten Reisen auch, wird es wohl auf das eine Beste hinaus laufen, aber naja...

    Dieser Tage höhre ich rauf und runter ein Lied von der wohl relativ unbekannten Band "Scott&Brendo". Musik zu einem der wenigen Leuten denen ich tatsächlich mit Begeisterung auf YouTube folge: "Devin Graham". Unglaublich dieser Typ. Ein unglaubliches Vorbild für mich, was der schon alles gesehen und erlebt hat. Er verkörpert für mich einen Traum, den ich gerne auch mein Leben nennen wollen würde. 

  • Die Idee!

    Das ich meinen neuen Job in Schottland von meinem Arbeitgeber bekommen werde, dafür rechne ich mir recht gute Chancen aus. Was ich allerdings hier in Deutschland mit dem mache, was ich zurück lassen werde, das war mir bislang noch gar nicht so klar. Im Wesentlichen liese sich das auch auf meine Freundin und meine Tanzpartnerinnen bzw. das Tanzen an sich reduzieren. Tanzen... Das werde ich hoffentlich auch in Schottland können.

    Wie ich es aber meine Freundin sage werde, dass war für mich bisher ein großes Fragezeichen. Denn sie hat es echt nicht verdient verletzt zu werden. Auch wenn das ursprünglich meine Intention war sie genauso scheiße zu behandeln, wie meine Ex-Trulla mich behandelt hat. Aber inzwischen, gerade heute, kam mir ein Gedanke, der so einfach wie auch clever wäre: Indem ich es ihr sagen werde, dass ich ein Job Angebot in Schottland erhalten habe, dass ich anzunehmen gedenke, könnte ich sie ja auch einladen mit mir mit zu kommen.

    Ich weiß zwar schon jetzt, dass das ein sehr schwieriges Unterfangen werden könnte, zumal sie hier in Deutschland schwer verwurzelt ist, aber habe ich auf der anderen Seite auch schon einen Ansatzpunkt bei mir gefunden, mit dem ich sie überzeugen könnte: Gradlinigkeit. In ihrem Leben ist alles sehr gradlinig und gut verlaufen. Zumindest ihrer eigenen Aussage nach und den Gesprächen, die wir schon geführt haben, ist in ihrem Leben recht wenig schief gelaufen sondern ganz im Gegenteil vieles sogar ziemlich glücklich.

    Sie ist jetzt 24. Und abgesehen von einer Zeit in Kanada, wo sie woofen war, hat sie in ihrem Leben scheinbar noch nicht wirklich irgendwas krass außergewöhnliches erlebt. Sie hat so das typisch deutsche, entspannte, wohl situierte, studierte, wohlhabende Leben einer Ingeneurin. Eine fantastische, große Wohnung. Eine starke Familie die immer für sie da ist. Ein geregeltes, ordentliches Einkommen von ihrem 9 to 5 Job. Und neuerdings auch nen Freund, der sie sogar recht anständig behandelt (mich). Wir kennen uns nun zwei einhalb Monate und ich glaube, es gäbe keine bessere Zeit um zusammen aus dem Leben auszubrechen, wie das "Schicksal" es für einen Vorgesehen hat, als jetzt.

    Es ist nur die Frage, ob sie es auch machen wird. Denn sie ist genauso wie ihr leben: Eine sehr geregelte, gefasste und entspannte Person in jeder Hinsicht. Ob sie für mich umziehen, ihre Familie verlassen und Job kündigen würde? Müsst ja nicht für immer sein... Aber für eine Zeit? Für ein paar Jahre? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht... Würde es aber spannend finden mit ihr zusammen ins Ausland zu ziehen...

    Spekulationen hin oder her. Vermutlich werde ich es bald heraus finden, wie sie darauf reagieren wird, wenn ich es mit ihr besprechen werde, sobald ich meine feste Jobzusage für Schottland haben werde. Denn über eins bin ich mir jetzt schon klar: Ich würde mich wohl lange Zeit fragen, wie unsere Beziehung hätte verlaufen können, wenn ich sie hier einfach in Deutschland zurück lasse und damit die Beziehung beende.

    Kam sie doch gerade erst neulich, das letzte Mal als wir uns sahen, an einem Morgen so an und meinte nach unserem morgendlichen Sex und während wir unsere Klamotten zusammen sammelten für den Tag, dass sie mit mir doch echt gerne mal diese eine Stellung ausprobieren würde... Diese eine da, wo sie vor mir kniet. Sie glaube, dass man diese Stellung wohl die Hündchen-Stellung nennen würde.

    Ich mein: Natürlich wusste ich was sie meinte. Und stimmte ihr natürlich auch freudig zu, dass wir die gerne mal ausprobieren könnten... Ist ja an sich nichts sooo ungewöhnliches. Und auf der anderen Seite für mich schon. Zum Einen, weil meine 24 jährige Freundin mich auf diese Stellung wie eine 16 jährige Ansprach, weil sie diese halt einfach noch nie gemacht hatte, sondern schlichtweg nur davon gehört/gelesen/whatever. Zum Zweiten, weil sie dabei trotzdem ultra selbstsicher wirkte. Wie ein voller Neugierde strotzendes Mädchen, dass sich ausprobieren möchte. Und zum Dritten, weil meine bisherigen Liebschaften diese Stellung eher nicht so mochten, weil sie natürlich nicht ganz so intim und leidenschaftlich, sondern mehr dominierend und sexistisch wild verspielt ist.

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    Heute in einem Monat trete ich meine Reise nach La Reunion an und werde dort für 18 Tage in den Tropen des indischen Ozeans nahe Madagaskar wandern. Ich freue mich mit jedem Tag mehr darauf und kann es kaum erwarten am dortigen Flughafen auf meine Reisebegleitung zu treffen, mit der ich auch schon in Schottland unterwegs war. Eventuell gesellt sich sogar noch ein dritter Kerl dazu, der sich vor kurzem auf meine Reisepartneranzeige gemeldet hatte. Das wär' schon ganz schön cool.

    Aber auch so... Dieser Urlaub wird gigantisch, anhand der Bilder die ich schon im Vorfeld gesehen habe. Im Mai wird meine Freundin ja für nen Monat wieder nach Kanada fliegen um dort zu woofen auf der Farm, wo sie auch schon damals war. Ich hoffe nur, dass ich auch im Juni noch in Deutschland sein werde und nicht schon in Schottland. Andernfalls wäre das wohl ein ganz schöner Schock für sie, wenn sie aus Kanada zurück kommt und ihr Freund weg ist. Das wäre nicht so nett...

  • Verflixt und zugeliebt

    Ich könnte mich glatt daran gewöhnen mit ihr zu leben. Meine Fußballerin und ich... Was angefangen hat, aus reiner Lust heraus, nen Mädel aufzureißen, dem ich mich überlegen gefühlt habe, ist jetzt zu etwas geworden, wovon ich selbst fürchte, die Kontrolle verloren zu haben... Ich betrachte es schon fast als so selbstverständlich oder vielleicht ist das bessere Wort "akzeptiert", dass sie meine Freundin nun ist... Es ist irgendwie komisch - um nicht zu sagen verrückt?!

    Obwohl diese Story mit ihr ja eine gewisse Zeit lang mich nur über meine Ex-Trulla hinweg getröstet hat, ist meine Ex-Trulla ja nun gänzlich aus meinem Leben verschwunden, wenn man mal von der Facebook"Freundschaft" absieht, von der ich auch überlege, sie zu kappen. Wobei das ja so ein negatives Licht werfen würde... Jedenfalls habe ich schon seit Woche nicht mehr mit ihr geschrieben, geredet oder getanzt. Dafür umso mehr mit meiner Fußballerin und diversen anderen Tanzpartnerinnen, die mir nach wie vor treu geblieben sind.

    Jetzt treffe ich mich zwei Mal die Woche mit meiner Fußballerin. Und auch wenn ich vielleicht keine so starke Zuneigung, Begeisterung oder Sehnsucht nach ihr empfinde: Ich hab sie mittlerweile echt gern und weiß sie zu schätzen. Sie ist nicht irgendwer für mich. Sie ist zu jemandem geworden, bei dem ich mich echt gut und geborgen fühle. Ja, selbst mein komischer Vater mag sie, als ich sie neulich mit nach Hause, also meiner alten Heimat wo mein Vater eben heute noch wohnt, genommen habe.

    Letzten Sonntag waren wir im Kletterwald bei ihr in der Nähe. Sie wohnt ja ne Stunde von mir entfernt... Ist nicht ganz so eine normale Nahbeziehung, wo man sich Nacht für Nacht aussuchen kann, wo man schlafen möchte. Aber auch nicht so weit weg, als dass man sich nicht spontan oder zumindest regelmäßig sehen könnte. Wir machen im Grunde ne ganze Menge zusammen. Waren jüngst, vergangenes Wochenende auch am Samstagabend auf dem Geburtstag des Freundes ihrer besten Freundin. Gehen Ende April auf den Geburtstag einer anderen Freundin von ihr, wo wir beide eingeladen sind. Und verbringen sogar den ersten Mai zusammen, weil sie danach für nen Monat in Kanada ist.

    Nun wird sich vielleicht mancher Fragen, was daran besonders ist den letzten Tag vor einer längeren Abwesendheit sich zu treffen... Naja, für mich als Tänzer ist das durchaus besonders, wo doch der "Tanz in den Mai" traditionel eines der tollsten Ereignisse des Jahres ist. Ich lass es aus für meine Freundin, die Fußballerin, mit der ich eben just an diesem Vorabend des ersten Mai's auf dem Geburtstag ihrer Freundin bin.

    Sie mag mich. Sie vermisst mich und sie ist ziemlich glücklich mit mir. Habe mich auch schon dabei erwischt mir zu sagen, dass ich mich bloß nicht in sie verblieben sollte, wo ich doch plane bald meine Arbeitsstelle dank meines Arbeitgebers von meinem aktuellen Standort nach Schottland zu verlegen. Schon jetzt... Eine sehr heikele Angelegenheit ihr das sagen zu müssen. Habe ich ja bislang noch nicht getan, da ich erstmal abwarten will, ob ich dort überhaupt genommen werde und wann das dann auch überhaupt der Fall wäre.

    Nunja, eigentlich will ich ja nach Schottland wechseln, weil ich mit meinem momentanen Leben hier in Deutschland nicht mehr so ganz zu frieden bin. Aber eigentlich erzeugt dieser Gedanke meine Freundin zu verlassen im Moment irgendwie mehr Stirnrunzeln bei mir, als der Gedanke daran, hier bleiben zu "müssen". Also wär's vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn sie mich dort oben nicht nehmen würden. Denn die Beziehung mit meiner jetzigen Fußballerin scheint sich echt gut zu entwickeln. Sind wir doch jetzt auch schon irgendwie zwei einhalb Monate zusammen. Wie die Zeit vergeht...

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